Als »Frau des Friedens 2009« wurde die schottische Popsängerin Annie Lennox bei einem Treffen mehrerer Friedensnobel- preisträger in Berlin ausgezeichnet. Für ihr langjähriges Engagement gegen Aids im südlichen Afrika wurde die Musikerin mit dem Friedenspreis geehrt.

Die schottische Popsängerin Annie Lennox ist am Mittwoch für ihren Einsatz gegen Aids in Afrika ausgezeichnet worden.
Lennox, die vor allem in den 1980er Jahren mit dem Popduo Eurythmics grandiose Erfolge feierte
(Video siehe unten), nahm die Auszeichnung, eine Bronzestatue, aus den Händen von Südafrikas Ex-Präsident Frederik De Klerk, mit »tiefer Dankbarkeit und tiefer Demut« entgegen.
Die 54-Jährige, die durch eine Begegnung mit dem südafrikanischen Ex-Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela zu ihrem Einsatz gegen Aids inspiriert worden ist, widmete den »Peace Summit Award« allen Frauen, die auf der ganzen Welt gegen die Krankheit kämpfen. »Sie haben es wirklich verdient«, so Lennox. »Ich bin nur eine Stimme, nur ein Mensch. Bitte engagieren Sie sich!«
Die Sängerin hatte die Initiative »Sing« gegründet, mit der sie vor allem HIV-infizierte Kinder und Frauen unterstützt. Seit 2003 kamen so rund zwei Millionen Dollar zusammen, die über die Vereinigung Treatment Action Campaign (TAC) in Südafrika für Aids-Tests, Behandlungen und Präventionsprogramme ausgegeben wurden.
In den Vorjahren waren U2-Frontmann Bono und Peter Gabriel sowie die Schauspieler George Clooney und Don Cheadle ausgezeichnet worden. Die Friedensnobelpreisträger würdigen damit Persönlichkeiten aus der Kultur, die für Menschenrechte in der Welt eintreten. 18 Friedensnobelpreisträger hatten sich anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls seit Dienstag in Berlin getroffen.