2009-07-05|17:00 - Redakteur: gb
Mit einer kleinen Verspätung startete gestern kurz nach 14:00 die 14. Regenbogenparade - und das bei fast idealem Paradenwetter ...



War echt super war zum ersten mal dabei und fands ned schlecht, gehen next year wieder hin
...trotz des (erlebten) großen Andrangs auf die diesjährige Regenbogenparade war ich mehr als nur enttäuscht. Obwohl mehr als 53 Gruppen anwesend gewesen sein sollen, (emp)fand ich am Ring keine durchgehende Stimmung. Viel zu groß waren die Lücken zwischen den einzelnen TeilnehmerInnen.
Höhepunkt schließlich am Schwarzenbergplatz. Da wo das "bunte Treiben" seinen Höhepunkt erreichen soll, brilliert das Organisationsteam der HOSI Wien mit einem unglaublich langatmigen Programm. Die Folge: die Abschlusskundgebung verlor nach und nach ihre BesucherInnen. Der Auftritt von Lutricia McNeal schenkte für einen kurzen Moment internationales Flair. Ein Tropfen auf dem heißen Stein. DJ Sonic & DJ Junior Sonic gelang es gerade noch das restliche Publikum zu halten, wurden aber nach nicht einmal einer halben Stunde Turntabel-Action abgewürgt.
Es hätte mich abschließend sehr gewundert, wenn es sich anders zugetan hätte. Nichts desto Trotz gilt es hervorzuheben, dass in diesem Jahr 100.000 Menschen für unsere Rechte auf die Strasse gegangen sind.
also loran wenn du das ernst meinst was du geschrieben hast dann muß ich mir auf den kopf greifen und mich fragen ob du unüberlegt mit deinem schreiben gehandelt hast oder ob du wirklich nur stroh im kopf hast,den wie kannst du behaupten das nur weil wir schwul sind uns keiner gesellschaft anzupassen bräuchten und das sich single männer leichter verstecken könnten und ich muß keinenm partner haben um auch sichtbare zeichen zusetzen und ich denke auch wenn man single ist das der sex nicht im vordergrund steht und stehen sollte,aber höchstwahrscheihnlich hast du von zwischen menschlichen gefühle,sprich freundschaft,gibt es auch unter schwulen gehört,ansonsten würdest du nicht so eine sch..... schreiben und das andere was es mit der parade auf sich hat und damit auch bei vielen (nicht allen) schwulen,ist nicht das thema an sich oder ein zeichen zusetzen, sondern sich knutschend und halbnackt zu präsentieren uns somit der umwelt etwas zeigt was wir eigentlich nicht darstellen wollen oder sind,nämlich das wir herumlaufen wie aufgescheuchte hühner und uns von jedem hahn besteigen lassen
das ist nämlich die breite meihnung der öffentlichkeit das schwule feminin und kreischen wie frauen,ich denke das wir bei uns einmal anfangen sollten unseren ruf und klischee zu ändern und den menschen zeigen das wir ganz normale und solide menschen sind,die ihr eigenes leben führen und auch sicherheit in sachen liebe,partnerschaft wichtig ist,solange wir uns nicht ändern werden sich die vorbehaltungen uns gegenüber bei den menschen nicht ändern und da kann uns deine einstellung auch nicht helfen,wie gesagt das ist meine meihnung über das ganze den auch so gerne wir es hätten, nicht die narrenfreiheit besitzen,sondern das wir anfangen müßen uns zu ändern, sodaß unsere bedürfnisse anklang finden
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editiert von raphael am 2009-07-08 14:23:16
nur zur erinnerung:
jeder hat das recht so zu sein wie er ist.
und dieses recht sollte man sich auch nicht nehmen lassen.
somit werde ich kreischen und trällern, mich schminken und wie ein pudel aussehen so oft ich will.
ich will keine gleichstellung und auch keine rechte wenn ich mich dafür erst anpassen muss!
NARRENFREIHEIT FÜR ALLE!
Naja da muß ich leider einigen Recht geben die Parade bringt nix ich bin froh das nimant weis mit wem ich ins Bett gehe ggggg
Ich finde es immer wieder interessant welch kritischen Worte hier von manchen Schwulen kommmen.
Einigkeit nur auf der Parade? Und die Parade sei nur ein zur-Schau-stellen? Und Sex ist immer das Hauptthema?
Vielleicht sollten die Leute mal die Parade besuchen und auch die Messages lesen, erkennen und verstehen!
Denn es sind meist die alleinstehenden Sexdatesuchenden die hier solche Meinungen abgeben von wegen "man sollte immer zur Homosexualität stehen" und alles sei so verlogen.
Naja - dann erklärt mir wie ihr als Alleinstehende wohl ein sichtbares Zeichen für Homosexualität bewerkstelligt? Es sind viele Paare, denen die Parade wichtig ist. Welcher Anlass wäre besser um Sichtbarkeit zu zeigen? Wann soll man sonst zeigen, wieviele es von uns gibt und wie tolerant, verschieden und offen wir sind?!? Paare müssen das sehr oft machen. Als Single lässt es sich doch deutlich leichter verstecken!!
Sex ist immer eine Komponente, aber einfach aus dem Grund weil Homos leichter und offener mit dem Thema umgehen. Da gibt es halt nicht dieses religiöse Versteckspiel oder diese Doppelmoral. Da ist Sex einfach Sex und man steht dazu. Heteros haben doch auch dutzende Lokale, Saunen, Pornos etc. nur redet man dort nicht darüber. Bei Schwulen schon! Schwule müssen sich nicht an die Gesellschaft anpassen und drum wirkt es oft so als wäre nur Sex das große Thema. Jeder mit Verstand weiß wohl das es nicht so ist.
Die Parade ist noch immer eines der wichtigsten Zeichen, um unsere Rechte durchzusetzen. Nicht das wirksamste aber sicher eines der Wichtigsten!
Was erreicht die Parade wirklich?
Hast Du das schon mal überlegt, im Grunde genommen nur eines, nämlich das sich die Heteros genau das Typische Bild von Homosexuellen machen das sie sowieso in jeder Talkshow und in diversen Kinofilme vorgesetzt bekommen (das beste Beispiel wäre hier wohl "der Schuh des Manitu" bzw. "Traumschiff Suprise") jeder der Schwul ist muss feminin oder extrem übertrieben auftreten.
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editiert von shine am 2009-07-07 22:13:06
Ich stehe der Parade auch höchst skeptisch gegenüber. Ich persönlich fühl' mich dem Spektakel nicht wirklich zugehörig und hab immer den bitteren Geschmack einer verpassten Chance auf der pelzigen Zunge. Sie ist mir oft einfach zu inhaltsleer. Parties gibts ja genug das ganze Jahr über, da könnte man diesen Event für anderes verwenden.
Und wenn ich Transparente mit Sprüchen wie "Morgenlatte statt Abendland", "Darkroom statt Brauchtum", "Dicke Eier statt Sonnwendfeier" oder "Pimmel drin statt Pummerin" lese, fühle ich mich in der Annahme auch bestätigt.
Ein Event, an dem ich nicht teilnehmen möchte und es auch nicht tue.
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editiert von zulawski am 2009-07-07 16:09:24
wenn sich wer in form einer satire auf die aktuellen burschenschafts- und fpö-umtriebe bezieht, find ich das nicht unbedingt inhaltsleer.
Ist natürlich Geschmackssache.
Aber etwas zu karikieren vermittelt noch nicht zwangsläufig einen eigenen Inhalt - mal abgesehen davon, dass die "Burschenschafts- und FPÖ-Umtriebe" Mist sind.
Das zu erkennen, trau ich aber jedem halbwegs denkenden Menschen zu, und die anderen erreicht man durch derartige "Satire" nicht. Da wird kein Stein bewegt.
Aber wie gesagt, ist ja nur mein Empfinden - zudem stört mich der immer wiederkehrende sexuelle Bezug, den ich als extrem langweilig empfinde (Muschi lecken, Morgenlatte, Darkroom etc. etc.) - erweckt nur eher den Anschein, als gäb es für den mordernen homosexuellen Menschen kein anderes Thema - und das ist nicht unbedingt der Eindruck, den ich persönlich der Gesellschaft, an die ich mich wende, vermitteln möchte.
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editiert von zulawski am 2009-07-07 18:44:59
kritik hat immer einen standpunkt und damit auch einen inhalt.
außerdem find ich's falsch, den freunden und wenigen freundinnen des burschenschaftstums zu unterstellen, sie würden nicht mal halbwegs denken.
ich find's fraglich ob demonstrationen überhaupt einen anderen zweck haben außer selbstbestärkung, also zu sehen, dass da noch andere so drauf sind wie eine/r selbst.
und: es geht um nichst anderes als sex, bzw. darum dass bloß weil ich anders sex hab als die mehrheit, nicht von vornherein von allen möglichen rechten und pflichten abgeschnitten sein kann.
Das wird ja noch richtig interessant hier.
[...] hat immer einen Standpunkt und damit auch einen Inhalt [...] - Standpunkt ja, beim Inhalt geh' ich nicht konform. "Das ist Scheiße" ist eine Form der Kritik, hat allerdings keinerlei eigenen Inhalt.
Zur Nicht-Denken-Unterstellung: Ich halte nicht viel von political-correctness.
Zweck von Demonstrationen: Nun, das ist deine Meinung. Und die hat auch Gültigkeit und möcht ich dir nicht nehmen. Ich bin da anderer Meinung.
Zum letzten Satz: Auch hier bin ich anderer Meinung - nicht, dass ich anders Sex habe, ist der alleinige Grund, warum Rechte und Pflichten abgeschnitten werden, sondern vor allem und zu allererst einmal, weil ich anders liebe. Der Sex ist dann schließlich eine Folgeerscheinung und liegt in meinem Privatleben - interessiert auch niemanden, auch keinen Hetero, wie und wo oder mit wem ich Sex habe - der Stein des Anstoßes ist, dass ich anders liebe. Die Art und Weise meines Sexlebens muss und vor allem will ich nicht jedem Menschen zwangsweise ins Gesicht dreschen - interessiert mich auch von niemand anderem - verliert auch viel dadurch. Meine Liebe möcht ich allerdings nicht verstecken müssen.
Nicht frei lieben zu können ist mein Problem. Ficken konnte man schon immer mit jedem, wenn man dies wollte. Da hat ja niemand einen Einfluss drauf.
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editiert von zulawski am 2009-07-07 19:40:04
"ich find's scheiße" hat einen inhalt. die frage ist, ob ich den vermittelt bekomm.
faschisten und ähnliche, nicht dumm zu nennen, hat nichts mit polical correctness zu tun, sondern geht schlichtweg am problem vorbei. angenommen, fpö-funktionäre sind dumm, sind die von spö und övp schlau, oder noch dümmer, wenn sie ihre forderungen erfüllen? und was hab ich davon, auf dem gipfel der intelligenz zu sitzen, wenn unter mir der berg abgetragen wird?
noch zu den demos: die alltägliche hetero-demonstration auf den straßen, berührt mich auch nicht, warum sollten es umgekehrt anders sein?
es geht nicht um liebe. der große vorbeter des mittelalters augustinus war ganz begeistert von männerliebe. islamische lyrik ist auch oft homoerotisch. verfolgt wird immer der sex, wenn auch unterschiedlich weit gefasst. im christlich inspirierten recht reichen auch schon mal lüsterne blicke, die verschiedenen scharia sind sehr konkret welche sexuelle handlung verboten ist und welche nicht - in der am weitesten verbreiteten muss die eichel ganz im hintern sein, was von vier unbescholtenen männlichen zeugen gesehen werden muss, damit es strafbar ist.
die ehe-privilegien gibt's nicht für's lieben, sondern dafür, dass die gesellschaft die ergebnisse von reproduktivem sex auf irgendwen abwälzen kann.
die party mit allen familienangehörigen und freunden, um es in deinem umfeld öffentlich zu machen, wen du liebst, kannst du jederzeit organisieren. du darfst dich halt nur nicht überall auf der welt beim sex erwischen lassen.
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editiert von sollte am 2009-07-07 20:03:23
"ich find's scheiße" hat einen inhalt, ja. "das ist scheiße" hat keinen...
ich nenne sie ja nicht dumm, sondern eingeschränkt denkfähig. was hat man davon, auf dem gipfel der intelligenz zu stehen? Nichts hat man davon... In Konflikten und Kriegen wird ja ohnehin immer erst die intellektuelle Elite ausgelöscht...
Das dich Hetero-Demonstrationen nicht berühren, gut, das ist dein Standpunkt. Und die meisten wird auch die Parade nicht berühren bzw. nicht stören. Mag ein Fakt sein - sie berührt ja nichtmal mich als Homosexuellen. Ich persönlich möchte, wenn ich schon demonstriere, durchaus etwas vermitteln, und nicht nur Selbststärkung betreiben... Deshalb nehme ich ja auch nicht teil. Und jeder, der es möchte, kann das ja tun.
Über Augustinus kann und möchte ich nicht viel sagen, weil ich mich mit ihm nie beschäftigt hab. Kann mir aber auch vorstellen, dass er eine andere Art der Männerliebe toll fand. Die Liebe, die ich meine, schließt die Sexualität schon mit ein - ich muss aber nicht die Sexualität oder den Akt an sich als Hauptwerkzeug verwenden, zu demonstrieren, das geht für mich am Ziel vorbei...
Jetzt für Österreich gesprochen: Meine sexuelle Freiheit hab ich - den Rest leider nicht.
Die "Selbststärkung" kannst du ja nur durchführen, weil vorher mal jemand mittels Inhalten etwas vermittelt hat und etwas bewegt hat - und zwar in der ihn umgebenden Gesellschaft, nicht innerhalb des eigenen Mikrokosmos - von dem her ist reine "Selbststärkung" einfach nur Stillstand... was schade ist.
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editiert von zulawski am 2009-07-07 20:17:24
was ist der unterschied zwischen "das ist" und "ich finde"? hat beides einen urheber, der sich nur unterschiedlich stark zeigt.
unberührt von hetero-demonstrationen zu sein, ist für mich nicht einfach nur ein standpunkt, sondern überlebensschutz. wenn ich mich jedes mal damit beschäftigen würde, könnte ich wohl kaum bus fahren, zur arbeit gehen, oder in irgend ein club rein, weil ich nichts anderes mehr machen würde. sie können eben ihre orientierung immer und überall zur schau stellen und machen es auch.
heterosexeuelle liebe wird staatlich auch nicht anerkannt. anerkannt wird das potential zur reproduktion. kirche und staat haben formen entwickelt, in einem abwasch auch noch einen weg bereitzustellen, deinem persönlichen umfeld zu zeigen, dass du jetzt mit dieser einen anderen person ein paar bist. das kannst du dir aber auch selbst organisieren.
du hast die freiheit zu lieben, wen du willst. du bekommst keine steuervergünstigungen und besuchsrechte im krankenhaus, weil du keinen nachwuchs versprechen kannst.
selbstbestärkung: die erste frage ist, was der ausgangspunkt ist. homosexualität ist vor nicht mal 200 jahren zum juristischen und medizinischen "problem" geworden. bis dahin war's ein theologisches, also für den alltag ziemlich gleichgültiges thema. das ist wohl die inhaltliche ausgangsleistung. aus dem grund, muss ich mich überhaupt damit beschäftigen. ich kann das für mich selbst tun und mir sagen, dass bei mir eh alles in ordnung ist, einfacher ist es aber, wenn ich das mit anderen zusammen mach.
und natürlich wär's mir lieber, außer den h.a.p.p.y.-leuten, dem frauenlesbenblock, queers on wheels, oder ein paar leuten aus der rosa lila villa, würden noch mehr ihre forderungen mehr in den vordergrund rücken. da ist dann aber das problem die organisation der parade. die hosi lässt es sich ja ganz gut bezahlen, dass sie die organisation übernimmt. kommerzielle veranstalter haben's nun mal einfacher als selbst-organisierte projekte, den startgebühr aufzubringen und etwas aufzufahren, das dann auch wirklich auffällt. das war schließlich bei den ersten paraden in den 90ern auch noch anders.
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editiert von sollte am 2009-07-07 20:50:13
Mit "ich finde scheiße" drücke ich meine persönliche Meinung aus, ohne aber diesem oder jenem abzusprechen, vielleicht gut zu sein - außerhalb meiner Wahrnehmung. Mit "das ist Scheiße" stülpe ich meine eigene Meinung der allgemeinen Wahrnehmung über - zumindest versuche ich das damit. Was für mich nicht nur ein Unterschied in der Gewichtung der Aussage ist.
Viele Hetero-Themen betreffen ja auch mich als Homosexuellen. Bzw. möchte ich da nicht die Unterscheidung Hetero-Homo machen, weil sie nicht zutrifft. Eher allgemeine Themen und spezifisch homosexuelle Themen... ist vielleicht der bessere Ausdruck.
Die staatliche Anerkennung ist mir ehrlich gesagt auch gar nicht so wichtig. (Natürlich schon, wenn man als "Staat" das "Volk" sieht). Die Akzeptanz des einzelnen Mitmenschen möchte ich. Nicht nur die Toleranz. Dafür ist allerdings Empathie notwendig, auf der einen wie auf der anderen Seite - und die ist wohl Mangelware heutzutage. Und ich glaube einfach, dass viele Vorgehensweisen heutzutage nicht gerade empathiefördernd sind, sondern eher das Gegenteil bewirken.
Bei ausreichender Empathie für die jeweils andere Situation folgt die rechtliche Gleichstellung automatisch.
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editiert von zulawski am 2009-07-07 21:22:14
das problem ist wohl eher zu viel statt zu wenig empathie. anscheinend versteht die mehrheit der heteros ziemlich gut, dass lesben und schwule ihre norm angreifen, egal ob sie jetzt auch nur um anerkennung als "normale" betteln, oder die norm ganz ausdrücklich in frage stellen, indem sie auf heterosexuellen codes scheißen und sich lustvoll daneben benehmen.
Das ist mir alles viel zu "kämpferisch" und "umstürzerisch". Ich möchte mich nicht "lustvoll daneben benehmen". Liegt gar nicht in meiner Natur.
Es kann sich auch gerne jeder "lustvoll daneben benehmen", wenn er das möchte. Aber das interessiert mich nicht, weder von homo- noch von heterosexuellen Menschen. Das muss ich mir nicht ansehen - kann ja jeder für sich machen, aber nicht die Straßen damit zupflastern - auf beiden Seiten.
Ich finde es auch langweilig, wenn sich ein Mensch vorwiegend über seine Sexualität definiert, ob er nun homo-, hetero- oder sonstwiesexuell geartet ist.
Und ich bin gegen eine gewisse Art der Homo-Ghettoisierung, die oft von der homosexuellen Szene selbst forciert wird. Ich möchte nicht im Ghetto leben, auch wenn es ein selbstgeschaffener Mikrokosmos ist. Warum diese Einschränkung? Ich hab meine heterosexuellen Freunde gerne - lebe in einer Gesellschaft, die alle Arten der Sexualität bietet - aber das ist nicht das Hauptthema...
Wie schon einmal gesagt: Seinen Trieb auszuleben - da steht keinem in Österreich wer im Weg, ob homo-, heterosexuell whatever... Solang sich der Trieb nicht auf Kinder oder sonstiges illegales konzentriert. Andere Dinge liegen allerdings brach.
Und vor allem geht es mir nicht darum, irgendwelche "Normen" einzureißen oder irgendwem etwas wegzunehmen - das hat ja keinen Sinn.
In dem Sinne: "lustvoll daneben benehmen" - gerne, jeder wie er will. Aber was interessiert das jemand anderen? Vor allem was interessiert es mich, mein "lustvolles daneben-benehmen" jemand anderem ins Gesicht zu schmieren. Was hab ich denn davon. Das kann ich jederzeit machen - da steht mir niemand im Weg.
Also wenn das das Hauptziel ist, haben viele verschlafen, dass das hierzulande längst Realität ist - und sich rein darüber zu definieren, halte ich für ganz großen Stuss...
Wie viele "Heterosexuelle" sind erstaunt, dass ein Homosexueller auch "normal" sein kann, mit dem man sich unterhalten kann etc... Dieses Bild, das in den Köpfen ist, kommt ja nicht von ungefähr - das ist hausgemacht - und dagegen wehre ich mich. Es kotzt mich an, ständig gegen "selbstgeschaffene" Klischees anzutreten, die einfach völlig stupide sind. Und meiner Meinung nach schießt sich die "homosexuelle Gemeinschaft" oft selbst ins Aus. Wäre ich heterosexuell, und würde nur den Rand mitbekommen, der mir präsentiert wird, ohne dass ich mal gezwungen bin, näher hinzusehen und vielleicht doch etwas tiefer zu schürfen, na mich würd das auch anöden...
In erster Linie interessiert mich ja mal, wer der Mensch mir gegenüber ist, und nicht, wie er gerne seine Alte durchnudelt - um es mal salopp auszudrücken...
Wer verlangt denn von mir, mich an "heterosexuelle codes" zu halten? Niemand. Kann ja auch gar niemand. Warum soll ich im Gegenzug auf heterosexuelle codes scheißen? Oder gegen sie auftreten? Berührt mich ja gar nicht. Aber um nochmal salopp zu werden: Es hat keinen Sinn, weder auf hetero- wie auf homosexueller Ebene, jedem meinen Schwanz ins Gesicht zu hängen, weil es uninteressant ist...
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editiert von zulawski am 2009-07-08 18:20:50
dann hab ich zwei fragen: warum versuchst du, dich an heterosexuelle codes zu halten, wenn sie dir nichts bedeuten? und warum wirfst du den leuten, die zur regenbogenparade gehen, dann vor, dass sie sich nicht daran halten?
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editiert von sollte am 2009-07-08 20:50:55
Zu Frage 1: ich versuche nicht, mich an hetero-codes zu halten, warum sollte ich das? verlangt niemand von mir. brauch ich auch nicht. kann jeder machen, was er will... so ich auch.
ich fühle mich dadurch (die parade) aber nicht vertreten, daher nehme ich nicht teil. das ist kein teil meines lebens, das ist mir zu flach - zu nichtssagend - zu sehr von vorgestern... in MEINER (ja nicht verwechseln mit allgmeiner wahrnehmung - ich spreche von mir) wahrnehmung - ist das für meine anliegen einfach kontraproduktiv und zum großen teile einfach peinlich... (wie vieles im hetero-bereich auch...)... aber hilft nix... peinlich bleibt peinlich, flach bleibt flach - und stillstand ist stillstand...
Zu Frage 2: ich werfe es den leuten nicht vor, ich sage nur, dass das, was diese leute dort auf die straße tragen, nichts für mich ist, dass ich das für mich lapidar und nichtssagend empfinde... mir nichts bedeutet...
ich werf niemandem was vor - ich sage meine - meine ganz persönliche - meinung.
wer daran teilnehmen möchte, soll es tun, wer diese ziele verfolgt, soll es tun - alles hat meinen segen.
aber ich habe auch das recht zu sagen: ich für mich persönlich find es verzichtbar... gleichzeitig gönn ich es jedem, der daraus was ziehen kann - ich nicht... ich möchte daran nicht teilnehmen... und ich hab auch das recht zu sagen, warum nicht!!
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editiert von zulawski am 2009-07-08 21:29:28
ich muss sagen ich war dort arbeiten bei der bühne als sec. und obwohl ich nicht viel von den ganzen trum herum mitbekommen habe bei mir vorne bei der bühne waren alle fröhlich und haben die veranstaltung gelobt und mir hat es auch riesen spass gemacht und eines noch raphael schimpfen kann man immer aber so party machen nicht immer wo alle zusammen kommen und einikeit zeigen ein lob an die (den organisator ) du hast es super gemacht auch wen ich jetzt einen sonnenbrand habe am kopf wie ein krebs ne jahr arbeite ich wieder mit
Ich finde es halt immer unverständlich wenn die sogenannte Community nur an einem einzigen Tag im Jahr Einigkeit demonstriert und etwas anderes ist es nicht.
finde das die gay-szene eine verlogene und unehrliche gesellschaft darstellt die sich einmal im jahr trifft,auf liebe,sonne,waschtrog macht und später sich das messer in den rücken stosst,aber darüber jammert wie gemein das alle sind
ganz einfach: mir hat's gefallen ...
und auch die after-party im WUK (h.a.p.p.y...) war fein, vor allem, dass wir bei dem wetter und guter musik auch draußen sitzen konnten - nix von "sauna" :)
Es ist doch immer schön so viel Falschheit auf einem Haufen zu sehen, auf der Parade demonstriert man einmal im Jahr die große Einigkeit und alle haben sich ganz toll lieb, aber unter dem Jahr spricht man nicht einmal ein Wort miteinander, wenn man sich in einem Lokal befindet oder trifft.
Weil alle nur wortlos herumstehen und der Meinung sind das Sie die Schönsten sind und der Mittelpunkt des Universums.
Stellt sich nur die Frage warum die Community nicht während des ganzen Jahres die große Einigkeit leben, die Sie auf dieser Veranstaltung präsentieren.
Ganz nebenbei ist es kein großes Geheimnis das sich in der Homosexuellen Community Männer und Frauen so gut wie nicht ausstehen können.
Das Beste Beispiel wäre wohl zu schreiben geh mal als Schwuler Mann in ein Lokal welches als Frauentreffpunkt gilt.
Aber man könnte es noch erweitern, geh mal als schwuler Mann der vielleicht nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht in ein Schwules Lokal oder beobachte mal die Reaktionen in diversen Lokalen.
Da merkt man förmlich wie intoleranter die Wiener Szene im eigenen Kreis ist.
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editiert von shine am 2009-07-07 22:04:59
der letzte Satz ist interessant. Dann bist also auch der Meinung, dass sich "Menschen und Frauen" nicht ausstehen können? ;)
Ich habe es jetzt korrigiert, damit hoffe ich das jeder jetzt versteht was ich mit meinem Eintrag ausgesagt habe.
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editiert von shine am 2009-07-07 21:56:24
also sind homosexuelle auch keine menschen? oder sind schwule auch keine homosexuellen? gibt's wirklich keine homosexuellen frauen?
Ich habe es jetzt korrigiert, aber lies mal den ganzen Eintrag dann verstehst Du vielleicht was ich gemeint habe.
Denkst Du wirklich das die sogenannte Parade irgend einen Zweck erfüllt, außer das sich im Heterosexuellen Bereich die Meinung verstärkt, das jeder der Schwul ist übertrieben unterwegs ist und es keine normalen Schwulen gibt.
Sieh, Dir die ganzen Talkshows an wenn es um ein schwules Thema geht, man hat immer schwule Gäste die entweder total feminin unterwegs sind oder sich einfach nur extrem aufführen können. Glaubst Du, das dies in irgendeiner Art und Weise zu mehr Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft beiträgt.
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editiert von shine am 2009-07-07 22:16:54
es gibt auch tatsächlich keine schwule, die normal sind, es gibt jede menge, die es sich wünschen und so tun, als ob sie es wären, aber die norm ist nun mal heterosexuell.
sozialpornos á la talk show und ähnlichem funktionieren nur über nicht-normal-sein. es geht ja gerade darum, dass die frustrierte arbeitslose, die sich das anschaut, sich noch ein bisschen normal fühlen darf, weil sich im fernsehen ein haufen leute darum streiten, auch ein bisschen anerkennung als normale zu erhalten.
und ja, ich glaub tatsächlich, dass schwulen mehr geholfen wär, wenn nicht so viele tunten- und frauenhassend ihrer verlorenen normalen männlichkeit nachjammern und lieber die freiheit nutzen würden, sich eben nicht mehr an die normen halten zu müssen.
Sorry aber diese Antwort ist absoluter Blödsinn und zwar aus verschiedenen Gründen!
Hauptgrund ist schon mal das Du nicht mal ein Facepic im öffentlichen Profil hast warum den bloß?
Weiters, Denkst Du allen ernstes das jeder der schwul aber nicht Feminin oder übertrieben Auftritt, seiner verlorenen Männlichkeit nachjammerd.
Ich habe mich mit 16 Jahren geoutet, da warst Du gerade mal 4 jahre alt wenn deine Altersangabe stimmt (also zu einer Zeit wo Du ziemlich sicher nicht gewusst hat was es heißt sich als schwul zu outen) und bin trotzdem nicht feminin oder kreische unnötig herum.
Außerdem, bin ich in die Wiener Szene gekommen wo Du gerade mal 9 Jahre alt warst, ich habe garantiert weit mehr erlebt als Du.
Soweit zum Thema Aktzeptanz in der Wiener Szene, wenn ich Deinen Antworten analisieren müsste, heißt es für Dich das man sich nur schwul nennen darf wenn man feminin ist oder herumkreischt.
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editiert von shine am 2009-07-08 20:15:10
nein, ich glaube nicht, dass jeder, der nicht feminin oder affektiert oder sonstwie ist, seiner verlorenen männlichkeit nachtrauert. einigen ist sie wahrscheinlich einfach egal.
was das ganze jetzt aber mit einem altersunterschied von 12 jahren zu tun haben soll, versteh ich nicht... fühlst du dich dadurch männlicher?
ich hab kein foto im profil, weil ich selbst entscheiden will, wer's sieht. aber auch hier versteh ich nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat...
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editiert von sollte am 2009-07-08 20:55:56
Zur Information, ich habe in keinem meiner Beiträge irgendjemand diskriminiert, ich vertrete nur die Meinung das die Regenbogenparade absolut nichts für die Community tut außer das einige Halbnackte Menschen mitlaufen und jeder Hetero sich die Meinung bilden muss das jeder der schwul ist nur Schwanz gesteuert herumirrt und ich bin einfach weiter der Meinung das die sogenannte "normale" Gesellschaft akzeptieren soll das es nicht nur Schwule gibt welchen man auf 5 KM Entfernung ansieht das sie es sind, sondern das es durchaus auch ganz normale Schwule gibt.
Deine Aussage ich will selber entscheiden wer mich kennt ist eine typische Aussage von jemanden der ungeoutet sein dürfte und scheinbar die Angst hat wenn man sein Gesicht erkennen würde, hätte dies berufliche Konsequenzen.
Ich habe es jedenfalls nie für nötig befunden meine sexuelle Orientierung bei keinem meiner Arbeitgeber zu verheimlichen und hatte absolut nie irgendwelche Probleme mit Kollegen.
Somit habe ich im Grund genommen weit mehr getan für die Community als die ganze Regenbogenparade, seit ihrem bestehen.
Das mit dem Altersunterschied sag nur aus das ich mich geoutet habe wie es nicht mal noch eine Regenbogenparade gegeben hat wir haben es nicht gebraucht um uns zu präsentieren, außerdem weißt Du doch hoffentlich wer hinter dieser Regenbogenparade steckt und das dieser Verein eine Tochtergesellschaft der SPÖ ist und somit als willkommen Einnahmequelle anzusehen ist.
Daraus folgt das selbst die SPÖ obwohl sie schon seit langen im Parlament sitzt es noch immer nicht durchgebracht hat das Schwule Partnerschaften gesetzlich eingetragen gehören würden.
na ja mann war aber zulange stehzeiten und keine aussagekraft bei der Börse knapp 20 minuten :-(((
Aber Berlin ich komme wieder da kann mann was sehen das ist perfekt
Parade war besser als vorriges Jahr :-)
aber die Afterparty war sowas von Mieserabel, Musik einfach nur schlecht im Ostklub, u ne Hitze wie in einer Sauna, und das bitte um 10 Euro! Sollten sich mal Beispiele nehmen vom Ausland, die fähigen Veranstalter.
geil wars!! hab mich sogar gefunden bei so viele fotos :)
da steht man in da ersten reihe am notwagen wird 1000x fotografiert und dann werden die bilder alle so klein reingestellt, dass man garnix mehr erkennt..
Super War es bei, Bühne mir wurde ne Glasflasche nachgeschosen und Bier auf mein gewand Geleert Richtung Ost - Klub.
LG