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Das „Ende" der Homophobie?

2024-01-13|08:48 · von Redaktion1

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©jakubidawid

Die Transformation des öffentlich-rechtlichen Senders TVP in Polen markiert eine bedeutsame Veränderung nach dem Wahlsieg von Donald Tusk.

Während der Herrschaft der PiS-Regierung wurde TVP faktisch zu einem Regierungskanal, auf dem offen queere Menschen keine Akzeptanz fanden.
Nach dem Machtwechsel trat in der Sendung „Pytaniu Na Sniadanie" ein bahnbrechender Moment ein, als zwei homosexuelle Paare, darunter das bekannte Paar Karolina Brzuszczynska und Agnieszka Skrzeczkowska aus einer Modelshow sowie die Aktivisten Jakub Kwiecinski und Dawid Mycek, auftraten. Diese öffentliche Präsenz, begleitet von einer Regenbogenfahne im Studio, symbolisierte ein Ende der zuvor herrschenden Homophobie.

In den Jahren unter der rechtspopulistischen PiS-Regierung war eine solche Szene undenkbar. TVP wurde umstrukturiert:
Kritische Journalist*innen wurden entlassen und durch Propagandist*innen ersetzt. Queere Menschen wurden bei TVP praktisch unsichtbar, da der Senderchef offen gegen Homosexuelle hetzte und gleichgeschlechtliche Küsse untersagte.

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2024-01-13|08:49 · von Redaktion1

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Erst der Wahlsieg des demokratischen Bündnisses von Donald Tusk beendete diese Ära. Die neue Regierung versprach nicht nur die Einführung von eingetragenen Lebenspartnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare, sondern gab auch dem Sender TVP seine Unabhängigkeit zurück. Diese Veränderungen signalisieren einen bedeutenden Wandel in der Medienlandschaft Polens und einen Schritt hin zu mehr Vielfalt und Akzeptanz.

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