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Bunga Bunga nun auch bei der Katholischen Kirche?

2023-09-26|08:50 · von Redaktion1

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© depositphotos /stetsik

Polens Priester in heiklem Skandal!


Polen, das Land der tief verwurzelten katholischen Traditionen und scheinbaren Tugendhaftigkeit, sieht sich mit einem ungeheuerlichen Skandal konfrontiert, der die katholische Kirche in ihren Grundfesten erschüttert. Inmitten der politischen Unruhen vor den anstehenden Parlamentswahlen sorgt ausgerechnet eine ausschweifende Schwulenorgie unter katholischen Priestern für großes Aufsehen.


Die katholische Kirche hat klare Vorschriften für ihre Geistlichen: Ein Leben in keuscher Enthaltsamkeit und die vollkommene Hingabe an Gott, fest verankert im Zölibat, gelten als unabdingbarer Bestandteil des Priesterdaseins. Homosexuelle Liebe hingegen wird von der Kirche als Sünde gebrandmarkt und als Verstoß gegen den göttlichen Willen betrachtet. Doch die Realität in den geheimen Ecken der polnischen Kirche sieht anders aus, und jetzt wird ein unerwarteter Skandal wenige Wochen vor den Parlamentswahlen zum Gesprächsthema Nummer eins.

Auslöser für die aufsehenerregende öffentliche Debatte ist eine exzessive Sexparty, an der katholische Priester beteiligt waren und die mit einem medizinischen Notfall endete. Berichten zufolge fand diese Orgie in einer kirchlichen Dienstwohnung in Dąbrowa Górnicza im Süden des Landes statt, bei der sogar ein Sexarbeiter engagiert wurde. Ein anonymer Insider berichtet von den verstörenden Einzelheiten: "Die gesamte Veranstaltung war ein reiner Ausdruck sexueller Lust, bei der alle Teilnehmer auf Potenzmittel zurückgriffen." Doch dann geriet die Situation außer Kontrolle, und der Sexarbeiter verlor das Bewusstsein.

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2023-09-26|08:54 · von Redaktion1

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©depositphotos / koliber

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Warum der Mann genau ohnmächtig wurde, bleibt bisher unklar. Sicher ist nur, dass die Priester, um einen Skandal zu vermeiden, die Rettungskräfte zunächst daran hinderten, die Dienstwohnung zu betreten. Erst nachdem die Polizei gerufen wurde, erhielten die Sanitäter Zugang zu dem bewusstlosen Sexarbeiter. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen wegen unterlassener Hilfeleistung eingeleitet.

Für die katholische Kirche in Polen scheinen die rechtlichen Konsequenzen allerdings von nachrangiger Bedeutung zu sein. In einer ersten Stellungnahme gab die regionale Kirchenleitung zu, dass es in einem ihrer Gebäude zu einem Vorfall mit Sanitätern und der Polizei gekommen sei, der nun von einer kirchlichen Kommission untersucht werde. Kurz darauf folgte jedoch eine weitere Erklärung, in der behauptet wurde, dass die Erkenntnisse der Kirche "deutlich von dem abweichen, was in den Medien berichtet wird".

Dies reichte dem zuständigen Bischof von Sosnowiec jedoch nicht aus. In einem Brief, der in allen Kirchen seines Zuständigkeitsbereichs verlesen wurde, verurteilte Grzegorz Kaszak die "schmerzhaften Ereignisse von Dąbrowa Górnicza" und die "beschämten Priester", die daran beteiligt waren. Er entschuldigte sich bei allen, die von den Vorfällen betroffen oder empört waren, und betonte, dass es "kein Einvernehmen mit dem moralisch Bösen" gebe. Er versicherte zudem, dass alle Beteiligten gemäß kirchlichem Recht bestraft würden, unabhängig von einem möglichen Gerichtsurteil.

Besonders bemerkenswert ist die Erklärung des Bischofs, dass er für die Heilung von Pfarrer Tomasz Z. von seiner Homosexualität bete. Diese Äußerung verdeutlicht das äußerst konservative Weltbild der katholischen Kirche in Polen, während Konversionstherapien zur "Behandlung" von Homosexualität in Deutschland bereits seit 2020 verboten sind.

Dieser Vorfall hat nicht nur das Potenzial, die katholische Kirche in Polen zu erschüttern, die sich gerne als Hüterin einer strengen Sexualmoral präsentiert, sondern könnte auch für die regierende nationalkonservative Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) kurz vor den Parlamentswahlen am 15. Oktober zu einem erheblichen Problem werden. Die PiS, unter der Führung von Jarosław Kaczyński, hat in den letzten Jahren immer wieder gegen Homosexuelle und Transgender-Personen agitiert. Die gleichgeschlechtliche Ehe wird strikt abgelehnt, und die Verschärfung der Abtreibungsgesetze im Jahr 2016 hat die Rechte von Frauen erheblich beschnitten.

Die katholische Kirche hat den harten gesellschaftspolitischen Kurs der Regierung stets unterstützt und öffentlich beworben, insbesondere in der bäuerlichen Landbevölkerung, wo der Einfluss der Kirche nach wie vor groß ist und die PiS ihre treuesten Anhänger findet. Doch Priester, die in kirchlichen Räumlichkeiten exzessive Feiern veranstalten, könnten der Mobilisierung für ein "moralisch sauberes Polen" erheblich im Wege stehen.

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