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Ein Rückblick die Regenbogen in Wien

2022-06-13|00:54 · von Redaktion1

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@D_O_S_T

Dieses Wochenende fand, erstmals seit der Corona-Pandemie, die Vienna Pride wie gewohnt in vollem Umfang statt.

Dieser Umstand und die perfekten Wetterbedingungen zogen heuer zur 26. Regenbogenparade über 250.000 Teilnehmer auf die Wiener Ringstraße, um sich wie jedes Jahr für LGBTQI-Rechte stark zu machen. Der fulminante Höhepunkt des „Pride Month“ lockte Besucher nicht nur aus den Bundesländern, sondern aus zahlreichen europäischen Ländern in die Bundeshauptstadt.

Jedoch nicht nur die Parade konnte sich heuer sehen lassen: Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen im Kunsthistorischen Museum und der Albertina, einem Special Screening im Filmmuseum, Beach Days oder auch medizinischen Vorträgen wurde ebenfalls am Tag der Parade geboten.

Heuer nahmen auch wieder zahlreiche österreichische Politiker an der Vienna Pride teil. Um kurz nach 18 Uhr meldete sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen in einer Videobotschaft von zu Wort: „Die Wiener Ringstraße sei an diesem Tag nicht nur Schauplatz einer Demonstration gewesen, "sondern auch ein Ort, an dem alle so sein können, wie sie sind“.

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2022-06-13|00:59 · von Redaktion1

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Weiters hielten unter anderem auch die Abgeordneten Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne) und Mario Lindner (SPÖ) sowie Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (NEOS) eine Rede. Wiederkehr hob hervor, dass in der „Regenbogenhauptstadt Wien“ Vielfalt und gegenseitiger Respekt gelebt werde, hier hätten Hass und Diskriminierung keinen Platz. Ein wichtiges Zeichen für Zusammenhalt und Solidarität in ganz Österreich sieht SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner in der Regenbogenparade. „Die Regenbogenparade zeigt die ganze Vielfalt unserer Gesellschaft“, so Rendi-Wagner.

Wie jedes Jahr auch, fand auch dieses Jahr leider die Gegendemonstration zur Regenbogenaparade, der „Marsch für die Familie“ statt. Ab 14 Uhr versammelten sich am Stephansplatz Rechte, Abtreibungsgegner, und Fundamentalchristen, welche mit Parolen wie „Familie = Mutter, Vater, Kind“ und „Abtreibung ist Mord“ auf sich aufmerksam machten. Trotz einer im Vergleich recht überschaubaren Teilnehmerzahl von 200 Personen, wurde für Aufsehen in der Innenstadt gesorgt. Es kam zu mehreren Zwischenfällen zwischen Polizisten und linksextremen Aktivisten, welche versuchten die Gegendemonstration zu stören. Es wurde hierbei Pfefferspray eingesetzt.

Bis auf diese Zwischenfälle verlief die Regenbogenparade jedoch größtenteils friedlich, nicht zuletzt dank der 630 Beamten, die den ganzen Tag im Einsatz waren um die Veranstaltung abzusichern. Die Community in Wien konnte heuer so ein fulminantes Comeback der Pride genießen und ein starkes Zeichen für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intergeschlechtlichen und queeren Menschen setzen.

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