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125 MitarbeiterInnen der katholischen Kirche outen sich

2022-02-27|15:03 · von Redaktion1

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©Depositphotos/Spitzi

Eine Forderung, Diskriminierung ein ende zu setzen:


In einer bisher nicht da gewesenen Aktion haben sich 125 Priester, Gemeinde- und Pastoralreferentinnen, Religionslehrer und Religionslehrerinnen, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der kirchlichen Verwaltung als queer geoutet und fordern mit dieser Aktion eine Reformierung des kirchlichen Arbeitsrecht, in welchem bis dato die geschlechtliche Identität als Kündigungsgrund gilt. Zusätzlich vordern sie, dass diffamierende Aussagen zu Sexualität und Geschlechtlichkeit aus der kirchlichen Lehre verbannt werden sollen. Obwohl sich Papst Franziskus 2020 sogar öffentlich für die Rechte von Homosexuellen aussprach, sind Diskriminierung in der ganzen Institution Kirche allgegenwärtig, beteuern zahlreiche Angestellte.

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2022-02-27|15:05 · von Redaktion1

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Im Rahmen der Aktion erzählten einige Angestellte der Kirche ihre Geschichten und berichteten über die ständige Sorge ihre Anstellung, bei Bekanntwerden ihrer sexuellen Orientierung, zu verlieren, so auch Monika Schmeltner (65). Sie musste die Beziehung zu ihrer heutigen Frau 40 Jahre verheimlichen, da sie selbst bei der Caritas und ihre Partnerin als Religionslehrerin arbeitete. Beide haben sogar bewusst längere Pendelstrecken gewählt um ihre Beziehung zu verheimlichen.

Dieses Beispiel ist nur eines, welches die Initiative „#OutInChurch - Für eine Kirche ohne Angst“ ins Leben rufte. Bei den Mitgliedern handelt es sich größtenteils um Personen, welche aktiv oder ehrenamtlich für die katholische Kirche tätig sind. Diese forderten die Bischöfe in Deutschland aktiv auf, sich ihrem Appell anzuschließen.

Der Erzbischof Stefan Heße aus Hamburg war einer der ersten, der den geouteten MitarbeiterInnen seinen Respekt bekundete: „Eine Kirche, in der man sich wegen seiner sexuellen Orientierung verstecken muss, kann nach meinem Dafürhalten nicht im Sinne Jesu sein.“ Aber er ist nicht der einzige der sich mit der Aktion solidarisiert. Die Reformbewegung Maria 2.0 ist ebenfalls der Meinung, dass die katholische Kirche, mit ihrer Haltung gegen queere Menschen, nicht menschenrechtskonform handle. Es sei ein Skandal, dass man in Deutschland im Jahr 2022 noch Mut brauche, um sich zum Queersein zu bekennen.

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