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Schweiz: Abstimmung zur Legalisierung der Ehe für Alle verschoben

2020-08-17|15:32 · von Redaktion

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(c)Depositphotos/ellandar

Der Schweizer Nationalrat hat letzte Woche beschlossen, die Abstimmung über die Legalisierung der Ehe für Alle zu verschieben. Als Grund wurde angegeben, dass geprüft werden müsse, ob dies konstitutionell rechtlich ist. Das Gesetz war im Juni mit großer Mehrheit im Ständerat angenommen worden. Der Nationalrat ist die große Kammer des Parlaments der Schweizer Eidesgenossenschaft, der Ständerat die Vertretung der Kantone. Beide Kammern bilden die Bundesversammlung.

 

Aktivist*innen zeigten sich frustriert aber hoffnungsvoll. “Die Schweiz ist an lange politische Prozesse gewöhnt, aber im Fall der Ehe für Alle ist die Geduld der Betroffenen besonders herausgefordert,” so Salome Zimmerman, Präsidentin des Komitees „Ehe für Alle“. “Diese erneute Verschiebung erhöht die legalen Unsicherheiten für viele Familien. Es ist bewiesen, dass Kinder in Regenbogenfamilien genauso glücklich aufwachsen wie in allen anderen”

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2020-08-17|15:33 · von Redaktion

In der Schweiz gibt es seit 2007 die Möglichkeit, eine eingetragene Partnerschaft einzugehen. Jedoch gibt es große rechtliche Unterschiede zur Ehe. So können Kinder nicht gemeinsam adoptiert werden. In Vitro Befruchtungen ist diesen Paaren verboten.

 

Eine große Mehrheit der Schweizer steht jedoch hinter dem Gesetz. Ein Referendum aus dem Jahre 2016, in dem die Ehe für Alle vorsorglich verboten werden sollte, wurde von der Bevölkerung nicht angenommen. Und in einer aktuellen Umfrage der LGBTQ+ Organistion „Pink Cross“ gaben 81% der Befragten an, für die Ehe für Alle zu sein. Im Februar diesen Jahres stimmten 63% der Bevölkerung für ein Referendum, mit dem Hass und Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung verboten wurde.

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