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Montenegro führt die eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare ein

2020-07-03|12:33 · von Redaktion

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(c)Depositphotos/NeuralNetwork

Am Donnerstag entschied das montenegrische Parlament in einem historischen Votum, die eingetragene Partnerschaft einzuführen. Damit erhalten LGBTI-Paare die gleichen Rechte wie heterosexuelle Paare. Adoption bleibt ihnen jedoch weiterhin verwehrt.

 

Von den 82 Volksvertretern stimmten 42 für die Einführung. Der montenegrische Präsident Duško Marković tweete "Ich begrüße die Adoption der eingetragenen Partnerschaft im Parlament!" Die US-Botschaft feierte das Gesetz mit der Beleuchtung des Botschaftsgebäudes in Regenbogenfarben.

 

"Mit diesem Gesetz werden das erste Mal gleichgeschlechtliche Paare in Montenegro vom Staat anerkannt", so John M. Barac, der Direktor der Gruppe LGBT Forum Progress. Weiters führte er aus, dass "die allgemeine Umwelt, inklusive der politischen, sozialen und religiösen, immer noch sehr negativ gegenüber der LGBTI Community eingestellt," ist.

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2020-07-03|12:34 · von Redaktion

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Das historische Voting und die euphorische Begrüßung durch die Politik sind eher als politisches Kalkül zu sehen. Montenegro will der EU beitreten, ein solcher Antrag ist eingebracht und der Prozess steht vor dem Abschluss. Das Gesetz soll wohl als positive Annäherung an die europäischen Werte gelten und die EU-Partner positiv stimmen.

 

"Wir sehen das Gesetz mehr als einen Schritt zur EU, dann als Reflektion eines tatsächlichen gesellschaftlichen Wandels," so Barac. Die montenegrische Gesellschaft ist tief religiös, 72% der Bevölkerung sind serbisch-orthodoxe Christen. Rund 20% der Bevölkerung sind Muslime.

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