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Entscheidung für das Denkmal homosexueller NS-Opfer präsentiert

2020-07-01|17:24 · von Redaktion

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(c) Marc Quinn

Mittwoch Vormittag wurde die Entscheidung für das Denkmal homosexueller Opfer der Nazi-Zeit in Wien präsentiert. Gewonnen hat der Entwurf des britischen Künstler Marc Quinn, dessen Entwurf zwei Paare von Händen zeigt, die zärtlich übereinander liegen, die jedoch an den Gelenken abgehackt sind. Die Schnittflächen, wie auch die Platte auf der sie liegen, werden verspiegelt sein.

 

Quinn konnte sich gegen 6 andere Einreichungen durchsetzen. Ausgeschrieben war der Wettbewerb durch Die Kunst im öffentlichen Raum Wien GmbH (KÖR) und die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt). Unter dem Vorsitz von Hannes Sulzenbacher (QWIEN) kürte eine 16-köpfige Jury kürte das Siegerprojekt.

 

Für das Projekt gibt es ein Gesamtbudget und soll 2021 im Resselpark in Wien umgesetzt werden. Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) sagte, „Es war mir von Beginn an ein großes Anliegen, dass wir dieses historisch so wichtige Denkmal im Dialog und mit breiter Beteiligung der Communities umsetzen."

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2020-07-01|17:24 · von Redaktion

"Das Denkmal symbolisiert auch die Absage an jegliche Form von Homophobie und erinnert daran, für Menschenrechte einzustehen, wenn sie in Gefahr sind.“, so Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ). Und Gemeinderat Peter Kraus (Die Grünen) betonte, dass homosexuelle Opfer der Nazis viele Jahre unsichtbar blieben, und man nun mit einem permanenten Denkmal "die historisch notwendige Sichtbarkeit und Erinnerung an das dunkelste Kapitel unserer Geschichte“ schafft.

 

Der 1964 geborene Quinn wurde vor allem durch seine Skulptur "Alison Lapper pregnant" bekannt, die von 2005 bis 2007 auf dem vierten Pfeiler auf dem Londoner Trafalger Square installiert war.

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