Der Wunsch nach einem größeren Penis kostete einem Mann aus New Jersey das Leben. Der 22-Jährige saß einer falschen Ärztin auf, die ihm Silikon injizierte. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Totschlags.

Justin Street lernte die vermeintliche Spezialistin Kasia Rivera in ihrem Heim auf einer sogenannten »Pumping-Party« kennen, wo sich Interessierte (oft Transgender) trafen, um sich Silikon zur Vergrößerung von Brüsten, Po und Hüften etc. spritzen zu lassen. Der 22-Jährige wollte so seinen Penis vergrößern lassen und entschied sich zu dem äußerst riskanten Eingriff. Tags darauf war er tot.
Wie die Obduktion ergab, verstarb Justin Street aufgrund eines Blutgerinnsels in der Lunge, das durch das injizierte Silikon verursacht wurde. Die falsche Ärztin wurde festgenommen und muss sich jetzt wegen Totschlags und auch wegen unerlaubter medizinischer Eingriffe verantworten. Das zuständige Gericht verhängte eine Kaution von umgerechnet rund 57.000 Euro.
Ein ähnlich spektakulärer Fall in Florida sorgte erst kürzlich für Schlagzeilen. Die falsche Medizinerin Oneal Ron Morris hatte einer Frau, die sich einen größeren Po wünschte, Zement, Erdöl und ein Abdichtungsmittel gespritzt. Die Wunde wurde mit Sekundenkleber verschlossen, was der »Patientin« fast das Leben kostete. Mehrere der Opfer von Oneal Ron Morris trugen nach Polizeiangaben lebensbedrohliche Verletzungen davon.
Eine Untersuchung aus dem September belegt, dass sich immer mehr Männer für eine Penisvergrößerung unter das Messer legen. Demnach liegt die Intimchirurgie in Deutschland bereits auf Platz sieben der schönheitschirurgischen Eingriffe bei Männern
(Gayboy.at berichtete).
Die Methode, mit Silikon den Penis zu verdicken, wird in den letzten Jahren – speziell im »quasimedizinischen Untergrund« immer populärer, warnen Ärzte. Immer wieder ziehen diese Eingriffe unerwünschte Ergebnisse, wie z.B. Abstoßungsreaktionen des körperfremden Materials, nach sich.